Vorteile des Import-Prinzips

VORTEILE FÜR DEN ARZNEIMITTEL­IMPORTEUR

Der Preisunterschied von Original-Arzneimitteln in Deutschland im Vergleich zu Reimport- bzw. Parallelimport-Arzneimitteln ist durch die unterschiedlichen Gesundheitssysteme in den einzelnen EU-Ländern bedingt. Die Preise für patentgeschützte Arzneimittel sind in Deutschland vergleichsweise hoch. Im Ausland sind die Medikamente oft zu einem Drittel oder gar der Hälfte des Preises erhältlich.

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Die Preisunterschiede sind durch die unterschiedlichen Gesundheitssysteme in den einzelnen EU-Ländern bedingt

Gründe dafür können unter anderem sein, dass in anderen Ländern mit geringeren Herstellkosten (beispielsweise bedingt durch ein niedrigeres Lohnniveau, niedrigere Lagerkosten etc.) kalkuliert werden kann, oder dass es staatliche Preisverhandlungen bzw. -kontrollen gibt.

Diese Preisunterschiede in den einzelnen EU-Ländern machen den Markt für CC Pharma als Arzneimittelimporteur interessant.

VORTEILE FÜR DIE KRANKENKASSEN

Apotheken sind laut Rahmenvertrag (§ 129 SGB V) dazu verpflichtet, pro Krankenkasse und Quartal eine sogenannte Importquote durch die Abgabe von importierten Arzneimitteln zu erreichen. Mit den abgegebenen preisgünstigen Importen hat die Apotheke eine Einsparung, die sogenannte Wirtschaftlichkeitsreserve, in Höhe von 10 % der Importquote zu erzielen. Das heißt, jede Apotheke muss einen bestimmten Prozentsatz Importarzneimittel abgeben – und zwar pro Krankenkasse und pro Quartal.

Da die Finanzierung der GKV ein Dauerthema ist, sind auch wir davon überzeugt, dass funktionierende Sparinstrumente auch in Zukunft ihre Berechtigung haben werden und ausgebaut werden. Importe haben sich als effektives Wettbewerbsinstrument im patentgeschützten Segment etabliert. Trotz der Verbreitung der Rabattverträge ist durch die gezielte gesetzliche Förderung in den letzten Jahren der Marktanteil der Importe angestiegen und die damit erzielten Einsparungen haben zugenommen.

Apotheken sind verpflichtet, pro Krankenkasse und Quartal eine Importquote (1) zu erreichen.

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Mit den abgegebenen preisgünstigen Importen realisiert die Apotheke eine Einsparung, die sogenannte Wirtschaftlichkeitsreserve.

VORTEILE FÜR DAS GESUNDHEITSWESEN

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Apotheken tragen aktiv zur Kostensenkung im Gesundheitswesen bei

Viele Arzneimittelpackungen werden aus dem Parallelhandel täglich in den Apotheken ausgegeben. Dieser Markt trägt dazu bei, die Arzneimittelkosten in Deutschland um bis zu ca. 343 Mio. Euro zu reduzieren und damit auch die Kassenbeiträge stabil zu halten*.
Der Gesetzgeber hat deshalb im Jahr 2000 die Abgabe von importierten Arzneimitteln im §129 Abs. 1 Nr. 2 SGB V gesetzlich festgeschrieben. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat daraufhin festgelegt, dass aktuell jede Apotheke 5% ihrer verschreibungspflichtigen Arzneimittel als Importarzneimittel abgeben muss.

*Quelle: DAZ online, Berlin – 26.01.2015, 17:02 Uhr, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/01/26/studie-es-steckt-noch-einsparpotenzial-in-importen

VORTEILE FÜR ÄRZTE

Auch Ärzte müssen sich an eine mit den Krankenkassen vereinbarte Richtgröße für Arzneimittel halten. Überschreiten die Ärzte diese Richtgröße, kann das mit Ersatzansprüchen an den Arzt verbunden sein. Reimport-Arzneimittel belasten durch ihren geringeren Preis die mit den Kassen vereinbarte Richtgröße weniger als das deutsche Original-Arzneimittel.

Damit erhalten Reimport-Arzneimittel dem Arzt die Freiheit, Patienteninnen und Patienten weiterhin mit Originalpräparaten optimal zu versorgen und nicht auf Generika zurückgreifen zu müssen. Ärzte und Apotheken leisten mit der Abgabe von Importarzneimitteln somit auch einen wichtigen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen, ohne dass Einbußen bei der Qualität der Therapie auf Patientenseite entstehen.

*  Quelle: PROGNOS-Studie: Import von Arzneimitteln – Einsparungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, 2013/2014 

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Trotz Richtgröße können Ärzte ihre Patienten weiterhin mit Originalpräparaten aus dem Reimport versorgen*

(1) Importquote und 15/15-Regel

„Die Preisvorteile, die Importarzneimittel bieten können, haben im Jahr 2002 dazu geführt, dass der Gesetzgeber die sogenannte Importquote eingeführt hat. Sie verpflichtet Apotheker zur Abgabe eines vertraglich festgesetzten Prozentanteils von Import-Arzneimitteln. Laut dem Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V beträgt die Importquote derzeit fünf Prozent pro Krankenkasse und Quartal. Dabei bezeichnet die Quote den prozentualen Umsatzanteil abzugebender preisgünstiger Importe am Fertigarzneimittel-Umsatz mit der jeweiligen Krankenkasse. Mit den abgegebenen importierten Arzneimitteln muss die Apotheke eine Wirtschaftlichkeitsreserve in Höhe von zehn Prozent der Importquote (10 % von 5 % = 0,5 %) erzielen. Voraussetzung dafür, dass ein importiertes Arzneimittel bei der Errechnung der Quote einbezogen wird, ist die Erfüllung der sogenannten 15/15-Regel: Das Importarzneimittel muss mindestens 15 Prozent oder 15 Euro billiger sein als das deutsche Original. Entscheidend sind dabei aber nicht die Apothekenverkaufspreise in der Lauer-Taxe, sondern die Netto-Abgabepreise, also nach Abzug des gesetzlichen Herstellerrabatts.“

* Quelle: ptaheute, e-learning in Kooperation mit CC Pharma: http://www.ptaheute.de/fortbildung/e-learning/e-learning-importarzneimittel/importquote-und-15-15-regel/